Massif Des Maures Grimaud Var Provence (10)Massif Des Maures Grimaud Var Provence (10)

Gefährdete natürliche Umwelt

und Artenvielfalt in Grimaud

Die Gegend von Grimaud weist bemerkenswerte Naturräume auf, zwischen Land, Meer und Fluss. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bevölkern diese Zonen und zeugen von ihrer Qualität. Diese Artenvielfalt bildet das Naturerbe von Grimaud, sie ist für die Schönheit der Landschaften von grundlegender Bedeutung. Hier ein paar Beispiele für symbolische Arten der Region, die Sie mit ein bisschen Glück vielleicht beobachten werden können, wenn Sie in die Natur von Grimaud eintauchen.

Erfahren Sie mehr und tragen Sie zum Schutz dieser Arten und einzigartigen Naturstätten bei.

Eine außergewöhnliche Gegend

Im Herzen der Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur bilden das Massif des Maures und der Golf von Saint-Tropez eine bemerkenswerte Naturlandschaft mit dem Reichtum mediterraner Breiten und dem Charme der Küstenorte.

Das Massif des Maures ist mit seinen von Korkeichen, Strand-Kiefern und dichter Macchie bewachsenen Hügeln eine Oase der Artenvielfalt. Seine steilen Hänge und seine geheimen Täler laden Wanderer ein, seine intakte, wilde Natur zu erkunden.

Unterhalb bietet der Golf von Saint-Tropez mit seinen feinsandigen Stränden und seinen türkisblauen Wassern einen ergreifenden Kontrast. Hier geht die Natur mit dynamischen menschlichen Aktivitäten einher; malerische Dörfer, belebte Häfen und die Weinberge in der Ebene bilden eine einzigartige Landschaft.

Die lokalen Traditionen bleiben durch die typische Architektur der provenzalischen Häuser, Dorffeste und bunte Märkte bestehen und spiegeln eine lebendige, authentische ländliche Kultur wider. Als umweltbewusster Reisender Grimaud zu entdecken, bedeutet, zum Erhalt dieses Natur- und Kulturerbes beizutragen.

Merkmale des Gebiets von Grimaud

  • Klima

    In Grimaud herrscht ein mediterranes Klima, das von heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern gekennzeichnet ist. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei rund 15°C mit Niederschlägen, die sich vor allem auf die Herbst- und Wintermonate konzentrieren.

  • Geologie

    Der Boden von Grimaud besteht hauptsächlich aus metamorphen Gesteinen wie Schiefer und Gneis, die aus dem Paläozoikum stammen. Diese komplexe Geologie hat mit der bewegten Geschichte der Plattentektonik in der Region zu tun.

    Die Ebene besteht aus Schwemmland, das in jüngerer Zeit durch die Bäche entstanden ist.

  • Topografie

    Die Topografie von Grimaud ist vielfältig, sie reicht von den Küstenebenen bis zu den steilen Hügeln des Massif des Maures, das sich westlich der Kommune erhebt und eine zerklüftete Landschaft mit Panoramablicken auf das Mittelmeer bietet.

  • Hydrogeologie

    Die unterirdischen Wasserressourcen von Grimaud stammen vom Grundwasser im Schwemmland der Täler sowie aus tief gelegenen Aquiferen in den rissigen Felsen des Massif des Maures; sie sichern die Trinkwasserversorgung sowie die Wasserversorgung der Landwirtschaft.

  • Hydrologie

    Die Gemeinde Grimaud gehört zum hydrografischen Unterbecken: Giscle und Côtiers Golfe Saint-Tropez. Mehrere Bäche und temporäre Wasserströme durchziehen die Gegend und werden von den mediterranen Niederschlägen beeinflusst.

  • Die vorhandene Fauna

    Die Fauna Grimauds umfasst eine Vielfalt von Tierarten wie Wildschwein, Reh und Fuchs, aber auch Raubvögel wie den Turmfalken und den Uhu.

    Auch die Griechische Landschildkröte ist eine charakteristische Art des Massif des Maures. Es handelt sich um eines der europa- und weltweit meistbedrohten Reptilien.

    Ebenfalls anzutreffen sind hier Arten der an Land lebenden Fauna wie der Schwalbenschwanz (ein großer Schmetterling), der Eichelhäher, der Mauergecko oder der Mittelmeer-Laubfrosch.

    Die Nähe zum Meer begünstigt zudem die Präsenz mariner Tierarten.

  • Die vorhandene Flora

    Die Flora von Grimaud ist typisch mediterran mit Arten wie der Korkeiche, der Strand-Kiefer oder dem Olivenbaum. Macchie und Garrigue nehmen einen großen Teil der Gegend ein und bieten abwechslungsreiche Lebensräume mit einer hohen Artenvielfalt.

Artenvielfalt im Meer

Schon gewusst?

Sonnencremes tragen zu einer Größenordnung von 14.000 Tonnen Chemikalien bei, die jährlich in die Meere und Ozeane gespült werden.

Im Mittelmeer werden ca. 2,5 Millionen Hektar von Neptungraswiesen eingenommen, die für das marine Ökosystem von grundlegender Bedeutung sind.

Das Sanctuaire Pelagos, ein Meeresschutzgebiet im Mittelmeer, beherbergt eine beachtliche Population von Meeressäugern wie Delfinen und Walen.

  • Das richtige Verhalten
    • Ich verwende Sonnencremes auf Mineralienbasis, die keine schädlichen Chemikalien enthalten und somit keine Korallen gefährden.
    • Ich trage bevorzugt Sonnenschutzkleidung wie T-Shirts mit UV-Schutz, um den Gebrauch von Sonnencreme zu reduzieren.
    • Ich beteilige mich an Strandreinigungsaktionen, die lokal organisiert werden, um die marinen Lebensräume zu schützen.
    • Ich informiere mich über die lokalen Vorschriften zum Schutz der geschützten Meereszonen und halte mich daran.
  • Ich vermeide Folgendes:
    • Ich vermeide es, Sonnencremes zu verwenden, die Chemikalien wie Oxybenzon und Octinoxat enthalten und bevorzuge Produkte mit dem Vermerk „Reef-Safe“.
    • Ich zertrample beim Schwimmen oder Tauchen kein Neptungras.
    • Ich werfe keinen Müll ins Meer, auch keine kleinen Gegenstände wie Zigarettenstummel oder Plastikverpackungen.
    • Ich schränke in meiner Unterkunft den Einsatz von Chemikalien ein, die im Meer landen können, und wähle umweltfreundliche Putzmittel.

Artenvielfalt an Land

In Grimaud
Der Eichelhäher
Der Schwalbenschwanz

Der Eichelhäher (Garrulus glandarius) ist eine Art Wächter der Wälder: sobald ein verdächtiger Eindringling sein Revier betritt, stößt er einen lauten Schrei aus und versteckt sich mit ein paar Flügelschlägen zwischen den Blättern. Man erkennt ihn an seinem Gefieder mit beigefarbenem Körper, schwarzen Flügeln mit blitzblauer Verzierung und einem weißen Gesicht mit schwarzem Streifen in der Verlängerung des Schnabels.
Er ist ein intelligenter Vogel und gehört zur selben Familie wie Rabe oder Elster. Zum Beispiel hat der Eichelhäher die Gewohnheit, seine Nahrung im Boden zu vergraben, oftmals Eicheln, nach denen er benannt ist. Manchmal kommt es allerdings vor, dass er seine Vorräte vergisst – womit er seinen Beitrag zur Erneuerung des Waldes leistet. Er ist in Grimaud ein weit verbreiteter Vogel, den man das ganze Jahr über beobachten kann; am häufigsten zeigt er sich jedoch im Frühling zur Paarungszeit.

Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist mit seinen 6 bis 8 cm Durchmesser ein für europäische Verhältnisse großer Schmetterling. Wie bei allen Schmetterlingen besteht sein Lebenszyklus der Reife nach aus vier Etappen: Ei, Raupe, Puppe und schließlich folgt die Imago, d. h. der Schmetterling, dessen Schönheit vergänglich ist, da er nur wenige Wochen lebt, um sich fortzupflanzen.

An der Burg von Grimaud kann man ihn von März bis September ohne Weiteres beobachten, aber auch in anderen offenen Zonen mit Pflanzen, die bei der Raupe besonders beliebt sind, wie der wilden Karotte, Fenchel und sonstigen Doldenblütlern.

Hausziegen

Unter den zahlreichen Säugetieren, die in Grimaud leben, sind die meisten von je her Wildtiere, wie Wildschwein, Fuchs oder das Eurasische Eichhörnchen, andere wie Pferd oder Hund wurden domestiziert und dann gibt es noch eine Handvoll, die erst als Nutztiere gehalten wurden und später wieder in die Wildnis zurückkehrten.
Dies ist bei den Ziegen (Capra hircus) der Fall, die auf den felsigen Höhen von Grimaud frei herumlaufen. Diesen Vorgang nennt man Dedomestikation. Nur 10 Ziegen wurden gezählt, darunter 8 Böcke; der Nachwuchs der Population ist also nicht gesichert. Diese Ziegen halten den Pflanzenwuchs unter Kontrolle und fügen sich perfekt ins Ökosystem ein.

Der Mauergecko
Der Mittelmeer-Laubfrosch

Hier handelt es sich um eine Art, die sich an Sommerabenden an Hausfassaden oder beleuchteten Trockenmauern überall beobachten lässt. Der Mauergecko (Tarentola mauritanica) ist ein Tier, das sich unsere Aktivität zunutze macht. Unsere Häuser gewähren ihm Unterschlupf und ein privilegiertes Jagdgebiet – im Gegenzug ist er uns behilflich, indem er Mücken und Motten verspeist.

Der Mauergecko ist die einzige in Grimaud bekannte Geckoart; ausgewachsen kann er bis zu 19 cm lang werden. Neben seiner Fähigkeit, über Wände und Decken zu laufen, ist er außerdem in der Lage, die Farbe zu wechseln: tagsüber ist der Mauergecko eher dunkelbraun oder marmoriert, um die Sonnenstrahlen besser aufzunehmen und sich zu tarnen; bei Nacht wird er hellgrau, ebenfalls um besser getarnt zu sein und Fressfeinden zu entwischen.

Der Mittelmeer-Laubfrosch (Hyla meridionalis) prägt mit seinem charakteristischen sonoren Gesang von April bis Juli die nächtliche Klanglandschaft; dieser besteht nur aus einer einzigen Note, einem ziemlich tiefen, sich langsam wiederholenden „Kra-a-ar“. Wohl gemerkt kommt diese Stimmgewalt von einem zarten, kleinen grünen Frosch von gerade mal 4 cm Länge.

Sein Geheimnis liegt in seinem Hals, genauer gesagt im Stimmsack des männlichen Laubfrosches. Dieser bläst seinen Stimmsack auf, der fast die Größe seines eigenen Körpers erreichen kann, und lässt die angestaute Luft mit einem Schlag über seinen Kehlkopf entweichen, der den Ton produziert. Dieses wiederholte Unterfangen kostet sehr viel Energie, ist aber nötig, um die Weibchen anzulocken, die sich denjenigen mit der besten Stimmleistung zum Partner wählen.

Die Mauren Landschildkröte

Die Mauren Landschildkröte oder Testudo hermanni ist eine legendäre Tierart des Departements Var und der Insel Korsika. In Grimaud ist sie in den von Waldbränden verschonten Hügeln durchaus präsent, insbesondere im Wald und in Buschzonen, in denen Wasser verfügbar ist. Wenn Sie sich in der Nähe eines Naturgebiets aufhalten, haben Sie vielleicht das Glück, einer solchen Schildkröte zu begegnen, besonders im Frühjahr, wenn sie am aktivsten ist.

Die Griechische Landschildkröte wird in der Natur etwa 40 bis 60 Jahre alt. Das Weibchen ist größer als das Männchen (18 bzw. 15 cm lang). Während die Art im Erwachsenenalter so gut wie keine Fressfeinde hat, sind die Jungtiere anfällig, sie sind eine leichte Beute für Vögel, Marder, Füchse oder Wildschweine. Die Griechische Landschildkröte wird mit etwa 12 Jahren geschlechtsreif, aber nur wenige junge Schildkröten erreichen dieses Stadium. Die Paarung erfolgt im Frühjahr, der Zeit, zu der die Schildkröte am aktivsten ist; das Weibchen legt 1 bis 5 Eier, aus denen im Herbst die Jungen schlüpfen. Die Art lebt größtenteils von Pflanzen, wendet sich aber auch gelegentlich wirbellosen Tieren zu. Im Winter vergräbt sich die Griechische Landschildkröte im Boden oder in einem Unterschlupf und kommt erst mit dem Eintreten der Frühlingstemperaturen im März wieder zum Vorschein. Wenn es im Sommer zu heiß wird, übersommert die Griechische Landschildkröte, d. h. sie verlangsamt ihre Aktivität und platziert sich strategisch in einer kühleren Zone ihres Lebensraums, um ihren Ressourcenverbrauch möglichst gering zu halten.

Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass die Griechische Landschildkröte eine geschützte Art ist: Fassen Sie sie nicht an, außer, um sie von einer Gefahr zu entfernen. Sie können ihr zum Beispiel helfen, eine Straße zu überqueren. Die Art ist in der Region als vom Aussterben bedroht eingestuft, folglich sind die verbleibenden Schildkröten in Grimaud sehr wertvoll.

Tatsächlich kann es sein, dass die Art immer seltener wird, insbesondere aufgrund der ständig wiederkehrenden Waldbrände. Griechische Landschildkröten sind große Abenteurer. Sollten Sie den Eindruck haben, eine Schildkröte habe sich zu Ihnen verirrt, dann lassen Sie sie ihrer Wege gehen, es sei denn, Sie haben Zweifel, was ihren Gesundheitszustand betrifft; in diesem Fall können Sie das Schildkrötendorf in Carnoules unter der folgenden Nummer anrufen: +33 (0)4 94 78 26 41 und man wird Ihnen sagen, was am besten zu tun ist. Wenn Sie einen Hund haben, der für eine Schildkröte dasselbe Interesse aufbringen könnte wie für einen Knochen, dann halten Sie ihn bei Ihren Spaziergängen in den Massiven bitte lieber an der Leine.
Danke an Étienne Bonhomme für diese Informationen.

Zugang zu den Waldgebieten im Varois

Schon gewusst?

Das Var ist eines der drei am meisten bewaldeten Departements von Frankreich und das Maurenmassiv ist mit 80 km2 Wald bewachsen. Der Waldbestand in unserer schönen Region Provence Alpes et Côte d’Azur liegt sogar über 45 %.

Natur bedeutet Schutz und gefährdete Umwelt. Nehmen Sie sich daher Zeit, mehr über das Massiv zu erfahren und insbesondere über das nationale Naturschutzgebiet der Plaine des Maures.

Das Maurenmassiv gehört außerdem mit manchen Tier- und Pflanzenarten zum Projekt NATURA 2000.

Das Konservatorium des Litorals

Zum Schutz unserer Küsten ist das Konservatorium des Litoral sehr aktiv und kümmert sich um die Bewirtschaftung und Restaurierung des Küstenstreifens.

Der Nationalpark Port Cros ist eines der Beispiele für den Schutz durch das Konservatorium des Litorals.

In der Provence

Der Verdon

Die Region Provence Alpes et Côte d’Azur bietet eine vielfältige und außergewöhnliche Umwelt, auf die wir achten sollten.

Ein Muss in Frankreich ist der regionale Naturpark des Verdon mit einer bemerkenswerten Artenvielfalt.

 

Schützenswerte Naturschönheiten

2012 wurde von der ARPE ein lehrreiches „Naturbarometer“ eingeführt, um die außergewöhnliche Artenvielfalt in unserer Region zu erklären.